Die Arbeit mit Intimität auf der Opernbühne stellt eine besondere Herausforderung dar: Sänger:innen bewegen sich in einem Spannungsfeld zwischen hoher körperlicher Präsenz, musikalischer Präzision unter Einbeziehung von Gesangstechnik und der Darstellung hoch emotionaler Inhalte. Dabei greifen persönliche und darstellerische Ebenen oft ineinander, insbesondere in Phasen intensiver Probenarbeit und unter dem Leistungsdruck der Vorstellung.
Intimität ist simuliert und bedarf einer Choreografie, muss reproduzierbar sein und kann nur durch ein hohes Maß an Präzision die gewünschte Qualität sicherstellen. Das gilt besonders für Opernproduktionen, die im Repertoirebetrieb – oft nach Jahren und in einer anderen Besetzung – wiederaufgenommen werden.
Als Intimitäts-Koordinatorin schaffe ich ein Sicherheitskonzept für die Darsteller:innen und erarbeite in enger Abstimmung mit der Regie eine Choreografie, die das Storytelling einer intimen Szene unterstützt.


